Batou
Batou
Batou
Was soll ich sagen, ich habe geradezu eine Bilderbuchkariere absolviert bevor ich letztlich in die Schatten fiel (ich sollte weniger Trids des 20 Jhd. schauen). Militärische Aufklärung, Nachrichtendienst und dann der Jackpot, die Anstellung in einer Sonderabteilung bei einem der großen Konzerne unserer Zeit. Was für ein Glück, vor allem wenn man aus den Wälder Kanadas stammt, oder zumindest dem was mal Kanada war.
Da war ich nun, in der großen weiten Welt der Konzerne und wurde auch prompt auf deren Spielplatz geworfen und musste mich gleich mit den Schlägern aus den anderen „Klassen“ anlegen. Ein Spaß! Mein Hauptaufgabengebiet: Infiltration und Überwachung, z.B. die „Beschaffung“ von Informationen (vor allem Waffentechnik) aus gesicherten Einrichtungen andere Konzerne und Behörden, gelegentlich auch Sabotage und die Extraktion von Mitarbeitern anderer Konzerne (die mit ihrem aktuellen Arbeitgeber nicht zufrieden waren), die Kontrolle einzelner Mitarbeiter (mit zweifelhafter Loyalität oder der Schutz eigener Konzerngeheimnisse. Anstrengend, aufregend aber trotzdem Lohnenswert, vor allem wenn man jederzeit Zugriff auf die neusten Spielzeuge aus den hauseigenen Laboren hat. Wer kann schon von sich behaupten dass er State-of-the-Art ist und das auch noch vom Arbeitgeber bezahlt bekommt? Nur wenige, möchte ich meinen.
Eigentlich eine schöne Kariere doch ein Runner ist kein Runner wenn er nicht mindestens einmal in die „Scheiße“ greift, so auch ich. Wenn ein Run als „einfach“ bezeichnet wird, er mit Sätzen wie „einfach rein und wieder raus“ angepriesen wird und man darüber hinaus auch noch mit „einer hohen Summe“ entlohnt wird, dann kann da nur einfach etwas nicht stimmen. Wie heißt es so schön? Wenn etwas zu schön ist um war zu sein, dann ist es nicht wahr! Wäre mir nur damals dieses Sprichwort meiner Granny in den Sinn gekommen, vielleicht müsste ich dann heute nicht in den ADL rumkriechen… Wie dem auch sei, lange Rede kurzer Sinn, das ganze Unternehmen ging gehörig in die Hose, so arg das inzwischen ein Kopfgeld auf mich ausgesetzt wurde. Was irgendwie schmeichelhaft ist, vor allem wenn man bedenkt das es so hoch ist das ich kurzzeitig mit dem Gedanken spielte mich selbst abzuliefern um die Kohle zu kassieren. Naja, nicht wirklich eine gute Idee, also setzte ich mich, dank meiner Verbindungen (es lohnt sich eben doch für einen der ganz großen zu arbeiten und einen Stein bei der Führung im Brett zu haben), in die ADL ab um dort erstmal abzuwarten bis Gras über die Sache gewachsen ist und ich wieder in die UCAS zurück kann.
Irgendwie ganz nett hier, vor allem dieser Metroplex Leipzig-Halle. Hat stellenweise den gleichen widerlichen Charme wie die Redmond Barrens in Seattle… Ich fühle mich irgendwie heimisch… Egal. Hab relativ fix Anschluss an ein kleines Runnerteam gefunden die als Tarnung (oder daraus heraus ?) ein Team der „Stadtkrieg-Liga“ bilden. Komischer Name… Ist sowas ähnliches wie daheim der Urban Brawl, nur nicht ganz so hart. Die Jung hier sind nicht schlecht, in Seattle würden sie allerdings wohl gerade so in die Amateurklasse kommen. Aber egal, ist sowieso nur Tarnung, seit ich dabei bin haben die noch kein Spiel gemacht, lag aber auch daran das wir hauptsächlich in der Weltgeschichte unterwegs waren, die Jungs kommen echt rum! Hätte nie gedacht das ich mal auf die Fidji-Inseln komme und noch viel weniger das ich dort den legendäre Fidji-Zwerg treffe der mit Rastabart und Hawaiihemd auf einem, für ihn zu großen, Motorrad von einem Ende der Insel heizt und ständig wie irre „FIIIIDDDDDJJIIIIII“ brüllt…
Wie dem auch sei, ich glaube mit den Jungs wird es nicht langweilig, bei denen werden die zwei oder drei Jahre, bevor ich mich wieder in die UCAS wagen darf, schnell vorüber gehen.