Geschichten
Exitus
by Sarah
Nach einem kleinen Stadtbummel ging es dann auch schon mit einigen der Truppe abends weg.
Lucy und ich gingen in einen neu eröffneten Club in der Gottschedstraße, die Jungs tingelten zunächst in die MB. Nach ein oder zwei Drinks stießen sie dann aber auch zu uns und so verbrachten wir einen lustigen Abend mit tanzen und trinken.
Dann schnappten wir uns ein Taxi, um zum HQ zu fahren, auf halber Strecke fiel es Faust und Orange wie Schuppen von den Augen. Sie hatten doch glatt ihre Waffen im Schließfach des Clubs gelassen. Also Kehrtwendung und nochmal zurück... das Vergessene eingesackt und nun doch endlich ins HQ.
Dort angekommen pflanzten wir uns in den Konferenzraum und beratschlagten noch ein wenig, wenn man das in dem alkoholisierten Zustand so nennen kann, was weiter geschehen sollte. Da sich Jones vom Acker gemacht hatte, und auch keiner wusste wo er war, beschlossen wir, erstmal ein wenig zu shoppen und auszuspannen.
Am nächsten Tag ging das dann auch gleich lustig los. Orange bestellte eine Menge fieses Zeugs und organisierte dann für Karl einen neuen fahrbaren Untersatz. Diesen sollte Carl dann auf einem Stützpunkt abholen.
Nachdem wir eine gefälschte S.I.N. aufgetrieben hatten klappte dies dann auch alles ganz okay.
Nach einigen Tagen kehrte auch Jones zurück, etwas erledigt, aber es schien soweit nichts tragisches passiert zu sein. Jones kam dann auf die gute Idee, dass ich mir doch mal einen Geist an mich binden könnte und so suchten wir über das Netz Kontakte, um ein Ritual durchzuführen.
Relativ schnell meldete sich dann auch ein Magier und es wurde ein Treffpunkt verabredet. Salomon schien ein mächtiger schwarzer Magier zu sein, der von einer weiteren Hilfe durch seinen Vertrauten sprach. Nach einigem verhandeln waren wir uns einig. Salomon schlug einen Platz für das Ritual in den alten Tagebaugebieten vor.
Bis es so weit sein würde bestellte ich bei Miko, meiner guten Quelle für magische Annehmlichkeiten noch ein paar kleine Drogen, damit wir ein wenig gestärkt in das Ritual einkehren konnten. Am Tag zuvor meldeten sich noch drei Studenten, die mitmachen wollten. Und so ging es dann los. Ab zum Tagebau und Ritualkreis gemalt. Mann war ich aufgeregt...
Und wie es so kommen musste, vergaßen Jones und ich natürlich unsere feinen Drogen und starteten das Ritual so.
Das Herbeirufen des Geistes der Menschen klappte echt gut. Es erschien ein riesiges Wesen, nicht genau definierbar. Allerdings fühlte ich mich nach diesem anstrengenden Zauber schon etwas ausgelaugt. Doch bevor ich darüber nachgrübeln konnte, fühlte ich eine andere Präsenz in mir.
Der Vertraute von Salomon war mir zur Hilfe geeilt. Leider waren die Studenten nicht so fähig wie sie angaben und der erste brach bereits zusammen, während die anderen beiden stark mit sich beschäftigt waren. So kam es wie es kommen musste.
Das Binden misslang und ich brach aufgrund der Anstrengung zusammen. Alles andere bekam ich nur noch durch einen Schleier mit. Es schien mir so, als würde der Vertraute meine Umgebung wahrnehmen und Bruchstücke in meinen Geist senden.
Der riesige Geist schnappte nach mir und hob mich mühelos hoch, dann schlug er nach den anderen, die durch die Luft gewirbelt wurden. In der Ferne ließ Lucy irgendein Heft fallen und Carl startete den Wagen. Lucy hetzte dazu und enterte den Van. Orange brauste mit einem Affenzahn davon. Faust rannte in meine Richtung, Jones lag zusammengekrümmt am Boden. Die Studenten schienen Tod zu sein...
Der Geist stapfte dann auf Salomon zu und nahm diesen in die andere Hand. In der Zeit wurde Faust von Carl aufgelesen und sie fuhren in einem wilden Manöver zu Jones. Dieser hatte sich mittlerweile aufgerichtet und lief auf den Geist zu. Er schrie wie wild irgendetwas von einem Pakt.
Ich begriff nicht was er wollte. Kurz darauf wurde Jones von Faust ins Auto gezerrt und der Geist öffnete einen Spalt in den Astralraum. Diesen betrat er mit mir und Salomon in den Händen... Augenblicklich löste sich meine Wahrnehmung auf...