News
Sondersendung "Europort - Spielball der Konzerne"
…und jetzt zu unserem Sonderbericht über die Ereignisse die Europort heute Vormittag erschütterten. Nachdem sich die Lage zwischen den Konzerntruppen und den Kräften des EARC inzwischen beruhigt haben, erreichen uns weitere Informationen zur Welle der Gewalt die Europort an diesem Tag erschüttert hat. Wie wir erst vor wenigen Stunden erfuhren, stürmten aus bisher unbekannten Gründen die Entführer von Carsten Hunold, dem Vorstandsmitglied bei Proteus, ein Krankenhaus der Medizinischen Fakultät der Erasmus Universität. Sie verbarrikadierten sich in der 6. Etage, der Neurochirurgie, bisher konnte jedoch noch nicht ermittelt werden warum gerade dort.
Die Täter waren schwer bewaffnet und nach ersten Berichten von Augenzeugen gehörten mindestens ein Troll, ein Zwerg und ein Ork, sowie eine noch unbekannte Anzahl weitere Täter dazu. Zum Ork liegt bisher als einzige Hinweise auf die Identität der Täter eine Beschreibung vor. Eine Augenzeugin beschreibt diesen Täter als etwa zwei Meter groß mit einer typisch, kräftigen Orkstatur. Auffälligstes Merkmal ist jedoch eine stark blutende Verletzung am Kopf des Täters, nach Aussage der Augenzeugin soll eines der Ohren durch eine wohl kürzlich erlittene Verletzung abgetrennt worden sein. Weiterhin scheint gesichert das die Täter aus dem deutschsprachigen Raum stammen, die Ermittlungskräfte des EARC folgen den Spuren in diese Richtung.
Im Krankenhaus selbst nahmen die Täter mehrere Ärzte, Krankenschwester und Patienten als Geiseln, vermutlich um sie später als Druckmittel einsetzen zu können. Zwar gelang einigen der Mitarbeitern und Patienten die Flucht in andere Stockwerke, einige wenige blieben aber zurück als die Täter das Stockwerk systematisch abriegelten. Einer der Patienten, der das Massaker überlebte, berichtet unter Schock von gezielt gelegtem Sprengfallen an den Zugängen zur Etage und dem gnadenlosen Niedermetzeln der Sicherheitskräfte die versuchten die Etage zu stürmen um die Täter festsetzten zu können. Die angerückten Proteustruppen sollen nach ersten Berichten fast zwanzig Einsatzkräfte bei diesem Zugriffsversuch verloren haben. Umstritten ist hierbei jedoch das Vorgehen der Sicherheitskräfte von Proteus. Zum einen agierten die Truppen hier weit abseits ihrer Zuständigkeit, zum anderen sollen auch sie mit unverhältnismäßiger Brutalität gegen die Eindringlinge und das Krankenhaus vorgegangen sein. Aufnahmen von Überwachungskameras zeigen Proteusdrohnen die ohne Rücksicht durch die Fensterfront auf die Eindringlinge das Feuer eröffneten, durch die Zimmer von Patienten.
Nach mehreren erfolglosen Versuchen seitens Proteus die 6. Etage zu stürmen, nutzen die Täter offenbar die kurze Feuerpause um über das Dach mit Hilfe eines Hubschraubers zu fliehen. Bisher ist es den EARC Einsatzkräften nicht gelungen den Hubschrauber zu identifizieren oder das Ziel zu bestimmen, von den Tätern fehlt somit jede Spur.
Glücklicherweise ging dieser Zwischenfall offenbar glimpflich aus. Nach eben bekannt gegebenen Informationen aus dem Pressebüro von Proteus, wurde Carsten Hunold, unverletzt jedoch unter Schock, in den Trümmern des Krankenhauses geborgen, Informationen über seinen genauen Gesundheitszustand oder seinen Aufenthaltsort werden derzeit aus Sicherheitsgründen streng geheim gehalten.
Zur Stunde liegen noch keine Informationen vor warum verschiedene Konzerne, allen voran A.R.E.S. auf Seiten des EARC gegen Proteus vorgingen. Zwar ist dieses Verhalten ein klarer Bruch von geltenden Gesetzen, anderseits ist durch das beherzte Eingreifen vielleicht schlimmeres verhindert. In jedem Fall lässt dieser ganze Tag Platz für reichlich Spekulationen…